Dr. Med. Dent.
Forusan Madjlessi
Zahnarzt und Fachzahnarzt
für Oralchirurgie
        
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Ist Amalgam wirklich schädlich?

Die Diskussion um Amalgam läuft seit vielen Jahren. Bis heute konnte nicht zweifelsfrei bewiesen werden, dass Amalgam alleine für den Menschen gesundheitsschädlich ist. Es steht aber fest, dass sich Quecksilber aus dem Amalgam im Laufe der Zeit herauslöst. Man konnte jedoch nicht direkt nachweisen, dass dieses Quecksilber für bestimmte Krankheiten verantwortlich ist.

Die Bundesregierung hat den Einsatz von Amalgam aber in bestimmten Fällen aus Gründen des "vorbeugenden Gesundheitsschutzes" erheblich eingeschränkt. Trotz aller Bedenken leben Millionen von Menschen mit Amalgamfüllungen in ihrem Mund, ohne davon krank zu werden. Die gesetzlichen Krankenkassen empfehlen Amalgam als Standard-Füllungsmaterial für den Seitenzahnbereich. In unserer Praxis wird generell kein Amalgam mehr verarbeitet.

Was gibt es für Alternativen zum Amalgam?
Es gibt heute viele andere Arten von Füllungen, die haltbarer sind und auch besser aussehen als der umstrittene und veraltete Füllungswerkstoff Amalgam.

1. Gold-Inlays:
Hier handelt es sich um laborgefertigte Einlagefüllungen aus einer hochgoldhaltigen Legierung, die eine extrem lange Haltbarkeit haben. Bei guter Passform und exzellenter Pflege sind Liegezeiten von über 20 Jahren möglich.

2. Keramik-Inlays:
Diese ebenfalls laborgefertigten Einlagefüllungen bestehen ganz oder zum Teil aus Keramik (Ceromer). Der Vorteil ist die extrem gute Farbanpassung, die das Inlay wie einen Teil des Zahnes wirken läßt. Man kann kaum noch sehen, daß der Zahn überhaupt eine Füllung hat. Die Haltbarkeit ist etwas geringer als die der Gold-Inlays, sollte aber zehn Jahre deutlich übertreffen. Auch hier ist gute Pflege Voraussetzung.

3. Kunststofffüllung:
Die Kunststoffe sind in den letzten Jahren stark verbessert worden, so dass sie jetzt auch im kaubelasteten Seitenzahnbereich eingesetzt werden können. Das Aussehen ist zunächst gut, wird aber mit der Zeit schlechter, da sich der Kunststoff gelblich verfärben kann. Der große Nachteil ist die begrenzte Haltbarkeit, die eine Erneuerung meistens nach etwa fünf Jahren nötig macht.

4. Zementfüllung:
Zemente sind weiße Füllungsmaterialien, die etwa ein bis maximal zwei Jahre halten. Vorteil: schnelle Verarbeitung, geringer Preis.


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